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Ein Ritterschlag.

Jedes Jahr veröffentlichen wir mit dem Stadtmagazin SAX (und unserem Nachbarn in der Prager Zeile, dem Weinspezialisten Barrique) einen Jahreskalender, der sich hervorragend für die Urlaubsplanung der Kollegen, die WG-Reinigungsorganisation und wahrscheinlich Tausend andere Zwecke eignet. ;) Und der von uns tatsächlich im Laufe des Jahres immer irgendwo an einer Wand oder Tür entdeckt wird.

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Im letzten Jahr haben wir unternehmensintern lange diskutiert, ob wir unsere Kunden für den bislang kostenlosen Kalender um eine freiwillige Spende für einen sozialen Zweck bitten sollten. Das haben wir dann gemacht und in einer Facebook-Umfrage wurde als Spendenempfänger 2011 u.a. der LUBA e.V.  vorgeschlagen und von uns dann letztendlich aus den vielen Vorschlägen ausgesucht.

Im Laufe der Zeit war der Kalender bei uns im Unternehmen immer mal wieder Diskussionsthema. Zum Einen nahmen ihn viele Leute ohne einen Mini-Obolus mit. Gut, es war ja eine freiwillige Spende angefragt… Zum Anderen schien die freundliche Anfrage nach 50 Cent/Kalender (Selbtskostenpreis) für einen sozialen Zweck die Nachfrage zu behindern. Offensichtlich gab es auch Menschen, die für den Kalender kein Geld ausgeben wollten – ihn aber auch nicht OHNE Spende mitnehmen wollten.  Irgendwann vor Weihnachten haben wir resigniert und ihn wieder auf „kostenlos“ gesetzt, bevor eventuelle Restbestände drohten, in den Müll zu wandern.

Trotzdem waren ca. 150€ zusammengekommen, die wir in 2012 an den Luba e.V. übergaben. Für uns war der Betrag eher enttäuschend, weil wir alleine bei CATAPULT (in zwei Dresdner Filialen) eine Auflage von ein paar Tausend Stück von den Kalendern verteilen. LUBA e.V. hat sich trotzdem gefreut. Eine Ritterburg für ein krebskrankes Kind sollte es werden. Für uns war die Aktion abgeschlossen, wenn auch mit gemischten Gefühlen.

Trotzdem haben wir uns gefreut zu lesen, dass der Spendenzweck offensichtlich erreicht wurde.

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Heute nun stoße ich über 3 Ecken zufällig auf eine Seite von einem krebskranken Kind aus Dresden. Lese so durchs Tagebuch und danke buchstäblich Gott, dass mir diese Bürde bislang #GottseiDank erspart geblieben ist. (Ich habe auch 3 Kinder und war mit Ihnen nur mit vergleichsweise Pillepalle im Krankenhaus).  Bewundere heimlich die Kraft der Eltern Mutter und des kleinen, starken Erdenbürgers  Julian.  Frage mich, warum das einem Kind passiert und nicht z.B. meiner Person, die zum Rotwein gern mal ein Zigarillo konsumiert. Und ihr ahnt sicher schon, was kommt…:

Irgendwann kommt die Stelle, wo das Kind (Julian) eine große Playmobil-Löwenritterburg bekommt. Von Luba e.V…:

www.tapferer-ritter-julian.de

(“Julian in Aktion,Spass und Freude beim Tshirtdruck, mit Erzieherin Diana ! 26. Mai 31. Mai 2012″ – relativ weit unten)

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Der Verein LUBA, als Glücksbringerin die liebe Manu brachte Julian seine heiss erwünschte Playmobilritterburg. Einige Zeit vorher sagte er noch wenn er sie je bekommt wird schreien vor Freude und auf dem Bett hüpfen…. Aber er tat es nicht, er war in dem Moment so perplex das er garnichts sagte und dieses Riesenpaket nur anstarrte. (Zitat aus dem blog)


Ein Kreis schließt sich.

Ja, Mensch, und ich bin echt berührt. Man „ringt“ im Kollegenkreis um das Pro und Contra des konkreten und dennoch erst mal anonymen, sozialen Engagements und bekommt nun (Monate später) unvermittelt eine direkte, überraschende und emotionale Rückkopplung. Verdammt. Schön.

Julian, DU bist ein echter Ritter! Seit 2012 sogar mit eigener Immobilie: Der heiß geliebten Ritterburg. Wir freuen uns, dass wir Deine Knappen sein durften, die Steigbügelhalter für den Ritter Julian. Und wir möchten jedem einzelnen Kalenderspender danken. Dem kleinen Glück muss man manchmal etwas nachhelfen. Insbesondere, wenn es um Menschen geht, die mit Ihrer Gesundheit bisher nicht so viel Glück hatten.

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(Die Veröffentlichung der beide Bilder mit Julian erfolgen mit freundlicher Genehmigung der Mutter Cornelia Lukomski)

© HMD

PS: Wenn man diesen blog liest und vielleicht selber Kinder hat, zerreisst es einem das Herz. Julian wünscht sich geschriebene Postkarten. Schreibt ihm. Jetzt!