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Der Zuckertütenbaum

Bald ist es wieder soweit: Während in einigen Bundesländern noch nicht einmal die Schulferien begonnen haben, steht für die sechs- und siebenjährigen Kinder in Sachsen ein neuer Lebensabschnitt bevor: Der erste Schultag!

Meine Oma sagte damals: Jetzt beginnt der Ernst des Lebens, mein Junge! Naja, richtig ernst wurde erst später ;-) Aber eine Umstellung und ein Neuanfang ist schon für alle Beteiligten: Für den Schulanfänger heisst es, eher aufzustehen, zu einem bestimmten Zeitpunkt pünktlich in der Schule zu sein und ein paar mehr Regeln einzuhalten als noch vorher im Kindergarten. Auch für die Eltern bedeutet es, frühmorgens alle notwendigen Dinge zu Hause punktgenau zu Ende zu bringen. Nachmittags oder Abends Schultasche checken und ggf. Hausaufgaben kontrollieren bzw. üben, fragen, begleiten. Ein neuer Lebensabschnitt mit neuen Herausforderungen.

Um den Neuanfang etwas zu „versüßen“, haben sich die „Großen“ für die „Kleinen“ ein Ritual ausgedacht – die Zuckertüte. Früher wirklich einfache braune Papiertüten, wie sie zum Einwickeln von Waren gebraucht wurden. Diese wurden mit Süßigkeiten vom Konditor gefüllt. Daher der Name „Zuckertüte“.

Heute gibt es mit vielen Motiven bunt bedruckte Varianten an Zuckertüten. Gefüllt werden sie auch heute noch mit Unmengen von Naschwerk, zunehmend aber auch  mit immer mehr nützlichen Schulhelfern.

Dazu gibt es meist eine große Familienfeier namens Schuleinführung. Dass diese Tradition einer „großen Feier“ vornehmlich nur im Osten Deutschlands existiert, ist mir erst seit kurzem bekannt. Spannend, wie sich über die 40 Jahre deutsche Teilung solch unterschiedliche Traditionen entwickeln können.

Der Osterhase versteckt die Ostereier, der Weihnachtsmann oder das Christkind bringen in Deutschland die Weihnachtsgeschenke. Ein bisschen Geheimnis muss schon sein. Und so gibt es auch eine recht junge Geschichte um die Zuckertüte: Dies wächst nämlich an einem Zuckertütenbaum. Der wird wiederum beim Zuckertütenfest entdeckt, was zur Verabschiedung der Kinder im Kindergarten gefeiert wird. Wieder übrigens ein ostdeutsches Phänomen.

Was kommt nun in die Zuckertüte? Wir empfehlen die Minimierung von Süßigkeiten. Nicht etwa mit dem pädagogischen Zeigefinger, sondern schlicht aus ökonomischen Gründen. Da jeder Verwandte eine Zuckertüte schenkt, kommen solche Massen an Süßigkeiten zusammen, dass sie schlicht und ergreifend ohne gesundheitlichen Schaden nicht zu bewältigen sind. Die nützlichen Alternativen sind (in Abstimmung mit den Eltern) Federmappe, Stifte, Füllfederhalter, Zirkel. Die Geheimtipps sind: Ein Wecker (früh aufstehen!), eine coole Brotdose, Spiele zur spielerischen Auseinandersetzung mit Buchstaben und Zahlen. Wir bei CATAPULT haben uns auf die außergewöhnlichen Dinge konzentriert. Schauen Sie doch mal rein.

Eine Bitte zum Schluss. Die Baumlandschaft in Deutschland braucht Vielfalt. Neben alten Obstbaumsorten sollte auch der Zuckertütenbaum erhalten werden. Vielleicht pflanzen Sie mal ein Exemplar in Regionen, wo er noch nicht verbreitet ist und tragen damit zur kreativen Artenvielfalt bei. Damit Jahr für Jahr neue Zuckertüten wachsen und die Schulanfänger sich auf den neuen Lebensabschnitt freuen.